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Energiestadt Eschenbach baut und heizt mit Schweizer Holz

Die Luzerner Gemeinde Eschenbach nimmt ihre Rolle als ‹Energiestadt› ernst: Im letzten Winter konnten bereits viele Gebäude aus Eschenbach und die Schulliegenschaften mit Wärme aus einheimischer Holzenergie beliefert werden. Das Gebäude der neuen Heizzentrale ist zu 100% aus Holz entstanden, das im hiesigen Wald gewachsen ist. Dafür erhält es das Label Schweizer Holz.

Im März 2019 fand der Spatenstich für die Erstellung einer neuen Holzschnitzelzentrale in Eschenbach statt. Als ‹Energiestadt› unterstützte die Gemeinde Eschenbach das Projekt aktiv, denn der Wärmeverbund entspricht den Zielsetzungen der Energiestrategie der Gemeinde in jeder Hinsicht. Nach siebenmonatiger Bauphase wurde das Gebäude der Heizzentrale fertig, so dass der Kessel im Dezember in Betrieb gehen konnte.
 
Der kompakte Holzbau beherbergt die Heiztechnik des Wärmeverbundes Eschenbach. Bild: evb eschenbach
 
Der Zweckbau setzt für Tragwerk und Fassade bis zum letzten Span auf Schweizer Holz. Insgesamt wurden 52,7 m3 Holz verbaut. Die Heizzentrale wird dafür von der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz mit dem Label Schweizer Holz ausgezeichnet. Die Übergabe wird allerdings erst im Herbst erfolgen, wenn der Tag der offenen Heizzentrale nachgeholt wird, welcher Ende März 2020 hätte stattfinden sollen.
 
Anstelle von vielen dezentralen Heizungen gibt es in Eschenbach nun ein zentrales Heizsystem, das mit einem Elektrofilter ausgerüstet ist, sämtliche Ansprüche der Luftreinhalteverordnung erfüllt und somit tiefe Emissionswerte und einen hohen Wirkungsgrad garantiert. Das Heizsystem mit einer Leistung von 900 kW wird mit Hackschnitzeln aus der Umgebung von Eschenbach betrieben. Eine Erweiterung auf drei Kessel mit total 4 MW steht in Planung.